Die in London lebende Saxophonistin und Komponistin Nubya Garcia hat die neue Afro-Jazz Szene in London maßgeblich mitgeprägt. Ihre Musik ist sehr kraftvoll, kreativ und ausdrucksstark. Da hört man Anklänge an John Coltrane, die Karibik, Afrobeat, Rhythm and Blues und HipHop.

Garcia gehört wie auch Shabaka Hutchings zu den Vorreitern dieser neuen Szene. Sie haben in den letzten drei Jahren South London zu einem vielbeachteten neuen Zentrum des Jazz gemacht. Die FAZ berichtet über Festivals in London, wo die Konzerte der absoluten Avantgarde-Jazzer aus allen Nähten platzen: „Über die junge Saxophonistin Nubya Garcia schrieb der britische „Guardian“ unlängst, sie stehe an der Speerspitze der ersten Generation, die postamerikanischen Jazz machten. Musikalisch strotzt Großbritannien derzeit vor Experimentiergeist. „Die Szene schwillt seit fünf Jahren immer weiter an. ““

Die Eltern von Nubya Garcia kommen aus der Karibik und haben ihr ein kreatives Umfeld geboten. Sie lernte mit 5 Jahren Geige und mit 10 Jahren Saxophon. Einige Jahre später wurde sie ins Junior-Jazzprogramm der Royal Academy of Music aufgenommen. Sie besuchte Workshops bei Tomorrow’s Warriors und gründete eigene Bands. 2017 veröffentlichte sie ihr Debütalbum Nubya’s 5ive. 2018 spielte sie auf dem NYC Winter Jazz Festival und auf dem Jazzfest Berlin. Sie gründete eigene Bands, spielte mit richtungweisenden Musikern wie Makaya McCraven und Sons of Kemet und wurde mit einigen Preisen ausgezeichnet.

Der Guardian schreibt über sie: Ihre Soli sind langsam mutierende Tongedichte, die oft aus einfachen, sich wiederholenden Phrasen bestehen, die sich langsam zu einem Höhepunkt entwickeln und immer die Zuhörer mitnehmen.

Eine ausführliche Biografie mit vielen Links, Videos und Bildern gibt es hier. Und hier eine Aufzeichnung vom Winter Jazzfest in New York 2018.

Day 1 of US/CANADA TOUR We play Pittsburgh International Jazz Festival at 2pm !

Gepostet von Nubya Garcia am Sonntag, 23. Juni 2019